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Bruno e Marrone in Toledo: Viel Platz und Hall für 90 Minuten

Datum: 11. März 2008
Uhrzeit: 16:50 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Eigentlich wollte ich bereits am Wochenende darüber berichten, doch der Schock um die Erkrankung von Neto aus Bahia hat dies ganze verzögert. Doch die Vergangenheit läuft ja einem nicht allzu schnell davon.

Blick durch die Halle vor der Show - rechts der Getränkestand, im Hintergrund die Logen für betuchte Besucher Am vergangenen Freitag gastierten die Sertaneja-Superstars Bruno e Marrone in Toledo. Aber es war beileibe nicht das Event, was man sich darunter vorstellen sollte. Vielleicht liegt es daran, dass das Duo einfach zuviele Konzerte gibt, zu präsent ist, eine CD nach der anderen auf den Markt schmeisst, das Publikum übersättigt.

Natürlich sollte man bedenken, dass Brasilien gross ist. Dass die Menschen nicht wie in Deutschland längere Anfahrtsstrecken in Kauf nehmen und man daher nur die Leute aus der Region erreicht. 180 Auftritte im Jahr hinterlassen aber auch ihre Wunden bei den Künstlern, eine Show kann da leicht zur Massenware werden.

Kurzum, die Show hat uns nicht begeistert. Vielleicht muss man aber auch ein echter, wahrer Fan sein und in der ersten Reihe stehen – mitsingen, mitklatschen, die Arme in die Höhe strecken. Wir jedoch waren im mittleren Teil der grossen Halle, dort wo der Getränkeverkauf boomte und wo Platz zum Stehen war. Denn Stühle gab es natürlich kaum, nur am Schnellimbiss und dort hatte Vilma sich zum Schluss einen geklaut.

Blick auf die Bühne aus halbrechter Position in der Mitte der HalleNeunzig Minuten dauerte die Show, Zugabe gabs keine, Schluss war. Eine lokale Band hatte an der Seitenwand der Halle eine weitere Bühne und heizte ab etwa 22.30 Uhr kräftig ein – allerdings übersteuert und mitunter eine Qual für die Ohren. Und auch nach der Show von Bruno e Marrone spielten sie noch einige Lieder. Die Stars des Abends liessen sich Zeit und kamen erst nach Mitternacht auf die Bühne.

Leider war die Halle eben nicht gut gefüllt, nur die vordere Hälfte war mit Menschen bevölkert, so dass die Akkustik im hinteren Teil extrem schlecht war und sehr nachhallte. Auch dies senkte den Partyspass. Und nicht zuletzt hatte das alles auch einen Geruch von Ausverkauf. Es gab einen kleinen Stand mit „offiziellen Produkten“, wo z.B. die offizielle CD für 10 R$ und die DVD für 20 R$ angeboten wurde – weitaus preiswerter als in jedem Laden.

Während der Show: gähnende Leere und Festbeleuchtung hinter uns - und jede Menge HallDas berühmte Mischpult inmitten der Zuschauermenge versperrte dann auch noch die Sicht auf die Bühne, zumal darauf eine Kamera aufgebaut war, hinter der in voller Lebensgrösse der Kameramann stand. Daher war dann auch noch in der Mitte etwas mehr Platz als an den Rändern. Da wir sowieso nichts wie Teenager ins Gedränge wollten, hörten wir also mehr die Musik und verfolgten die Show über zwei grosse Leinwände, die links und rechts von der Bühne montiert waren.

Der Eintritt kostete auf der „Pista“, dem „Innenraum“ 15 R$ (ca. 5.80 Euro) plus 1 Kilo nicht verderbliche Lebensmittel. Diese wurden schon in der Warteschlange abgegriffen und gegen Coupons gewechselt, die man dann am Eingang ebenfalls mit abgeben musste. Wer kein Reis, Zucker, Bohnen, etc. dabei hatte, konnte die Coupons allerdings auch für 2 R$ die Absolution erkaufen. Die Lebensmittel gehen nun an arme Familien in der Region, das Geld wird ebenfalls für den Kauf von Lebensmitteln eingesetzt.

Getränkemarken auf brasilianisch - zur 3 R$ das Stück Letztendlich war es trotzdem einmal schön, Bruno e Marrone – wenn auch aus weiterer Entfernung – live gesehen zu haben. Die bekannten Lieder wurden gespielt, es wurde viel mitgesungen und dazu ein paar eiskalte Bier zu je 3 R$ die Dose getrunken.

Ein netter Abend, bei denen man ein paar Bekannte wiedertraf und schwätzen konnte, aber ob ich mir so ein Konzert in dieser Form nochmal antue, wage ich zu bezweifeln. Wieviele übrigens das Event besucht haben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich schätze aber, dass es nicht mehr als ein paar Tausend waren.

[Die bescheidene Qualität der Fotos bitte ich zu entschuldigen, ich hatte nur mein Handy dabei.]

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