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Der Besuch des Blumenküssers

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Datum: 02. Juni 2007
Uhrzeit: 15:37 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Kolibiris sind meine ganz besonderen Lieblinge. Nur wenige Zentimeter gross, blitzschnell und vor allem sehr elegant. Und daher habe ich im Garten auch eine Futterstelle mit Zuckerwasser eingerichtet. Und seit ein paar Tagen habe ich nun einen regelmässigen Gast.

Ein kleiner „Beija-Flor“, auf Deutsch „Blumenküsser“, kommt morgens, mittags und abends vorbei, um dort zu naschen. Auf dem nahe gelegenen Mandarinenbaum ruht er sich dann aus, streckt seine Flügel und putzt sich manchmal auch ausgiebig. Natürlich ist er scheu, so dass ich aus der Nähe kaum Fotos machen konnte. Nachfolgende Bilder wurden mit viel Ruhe und Geduld aus ca. 1.50 Meter Entfernung aufgenommen.

Ohne Blitz und mit blossem Auge ist der Kolibri übrigens dunkelgrün und hat einen leuchtend roten Schnabel. Ich schätze, dieses Exemplar ist etwa 5 cm gross.

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Anm.: Die beiden Bilder mit schwarzen Hintergrund wurden auch während des Tages, allerdings bei stark bedecktem Himmel aufgenommen. Blende 2.1, Belichtung 1/1000, Blitz und manueller Fokussierung.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    JVD

    Zuckerwasser ist absolut nicht notwendig und wegen des Zuckers im übrigen ausgesprochen schädlich für Kolibris – einfache Blumen wie Hibiscos oder Guandu-Bohnen tuns auch (eigene Anschauung, hier wimmelts nur so von kolibris)

  2. 2
    brasilblogger

    Woher hast du die Info bzgl. des Zuckers? In diversen Vogelparks und selbst im Pantanal wird damit gearbeitet. Auch in Fachzeitschriften konnte ich nachlesen, dass mit Zuckerwasser gearbeitet wurde.

    Hier blüht im Moment übrigens so gut wie nichts. Weiss ja nicht wo du sitzt, aber hier ist tiefster Winter bis an die Frostgrenze. 🙂

    Meinem Beija-Flor zumindest schmeckt es. Nur muss man das Wasser regelmässig wechseln, sonst fermentiert es.

  3. 3
    Hebinho

    Zuckerwasser ist bei gesunden Kolibris durchaus richtig! Est stellt fuer diese Voegel im Uebrigen nur eine Art „Nahrungsergaenzungsmittel“ dar, denn die „Vollernaehrung“ der in Freiheit lebenden Kolibris sind und bleiben nach wie vor die verschiedenen Nektare in den Boeden von Bluetenkelchen.

    Bei in Gefangenschaft gehaltenen oder kranken Kolibris ist Zuckerwasser als „standalone“-Nahrung dann wirklich Gift.

    Uns wurde Mitte August letzten Jahres von Schulkindern ein junger Kolibri gebracht, der aus dem Netz gefallen war und mehr halbtot als sonst etwas war. Er hatte anfaenglich eine Loesung aus Honig und Milch bekommen, dargereicht in einer 10-ml-Spritze ohne Nadel, die an der vorderen Oeffnung eine Blumendekoration erhielt.
    Ein Anruf beim hiesigen IBAMA-Buero (nur Verwaltungsheinis, die naechste „zoologische Fachstelle“ der IBAMA ist 80 km entfernt) ergab dann nach einem Rueckruf den Hinweis auf ein bestimmtes Sojamilchprodukt, das man eigentlich in fast jedem Supermarkt bekommt und auf jeden Fall mit ein wenig Honigzusatz eine optimale Notloesung waere.
    Gesagt getan, geholt, gemischt und dem Kolibri angeboten, erholte der sich dann innerhalb von etwas ueber einer Woche so, dass er seine ersten „Flugstunden“ von seinem Stammsitzplatz (einem durch einen kleinen Karton gesteckten Bleistift) aus erst durch das Wohnzimmer unternahm, einen Tag spaeter die ersten Runden ueber die Terasse zog und sich erstmals an richtigen Bluetensaeften erfreute (wir haben da eine ganze Mauer voller Luffa (hier: bucha) mit schoenen grossen gelben Blueten), und am dritten „Flugtag“ dann nicht mehr zurueckkam!
    Ab und zu taucht einer derselben Rasse Kolibri hier auf, ob es aber „unser“ Kolibri von der Aufpaeppelzeit her ist ….

    Noch einmal zusammengefasst:
    – Zuckerwasser in den Kolibritraenken angeboten ist 100% OK
    – Zuckerwasser als einzige Nahrung oder zum Aufpaeppeln von kranken bzw. Jungtieren keinesfalls!

    Gruesse aus dem Wurmfortsatz Bahias

    Hebinho

  4. 4
    brasilblogger

    Hallo Hebinho,

    vielen Dank für die Tips und den Erfahrungsbericht. Es ist schön, dass du wieder da bist.

    Liebe Grüsse aus dem kalten Südwesten, Dietmar