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Meninas (Mädchen): Dokumentation über Teenager-Schwangerschaften in Brasilien

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Datum: 25. März 2009
Uhrzeit: 17:54 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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meninasIn Brasilien rückt derzeit das Problem von Schwangerschaften bei Kindern und Jugendlichen wieder in den Vordergrund. Denn das grösste Land Südamerikas ist weltweit Spitzenreiter bei allein erziehenden Müttern. Rund jede fünfte werdende Mutter ist Schätzungen zufolge minderjährig. Und die Mädchen werden zunehmend jünger. Nicht immer sind es solch extreme Fälle wie bei dem erst neun Jahre alten Mädchen, welches nach sexuellem Missbrauch durch den Stiefvater mit Zwillingen schwanger (mehr…) wurde, jedoch sind Mädchen im Alter von 11, 12 oder 13 Jahren, die sich in den Gesundheitsposten zur Ultraschalluntersuchung melden, gerade in den Armutsvierteln der Metropolen schon lange keine Besonderheit mehr.

Obwohl sich landesweit der Bildungsgrad stetig erhöht und Kindern und Jugendlichen immer häufiger Perspektiven geboten werden, in den Falevals der Grossstädte macht sich dies kaum bemerkbar. Immer früher machen dort Jungs und Mädchen erste sexuelle Erfahrungen, manchmal hat die Pubertät gerade erst begonnen. Mit Liebe hat dies meist nichts zu tun, es ist mehr ein ablenkender „Freizeitsport“ in der Trostlosigkeit der Ghettos, eine Flucht vor dem Alltag in den von Gewalt und Prostitution beherrschten Vierteln. Verhütet wird kaum, Aufklärung fehlt, die Eltern dienen kaum als Vorbild. Tausende ungewollte Schwangerschaften bei Kindern sind die Folge. Und dies, obwohl durch gross angelegte Kampagnen der Regierung jährlich Millionen Kondome kostenlos verteilt werden.

Wie es solchen Mädchen ergeht, die als Kind bereits selbst ein Kind erwarten, beleuchtet die brasilianische Dokumentation „Meninas (Mädchen) – Minderjährige Mütter„. Sandra Werneck und Gisela Camara haben mehrere Mädchen aus der berüchtigten Favela Rocinha in Rio de Janeiro über ein Jahr mit der Kamera begleitet. Entstanden ist ein authentisches Portrait, welches sensibel die Wünsche der Protagonistinnen aufzeigt, keine Gründe sucht oder Lösungen anbietet und vor allem kein falsches Mitleid erzeugt.

Die rund 70-minütige Reportage wurde bereits 2005 gedreht und auf der Berlinale 2006 aufgeführt. Eine DVD mit deutscher Synchronisierung oder Untertiteln ist der Redaktion leider nicht bekannt. Nachfolgend kann die Dokumentation jedoch in voller Länge in der brasilianischen Originalversion angesehen werden. Sandra Werneck wurde in Deutschland bereits mit der Komödie „Mögliche Lieben – Amores Possíveis“ bekannt.

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