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Immer mehr Kirchen in Brasilien vom Verfall bedroht

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Datum: 27. Februar 2009
Uhrzeit: 13:54 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Erneut wurde eine historische Kirche in Brasilien aufgrund akuter Einsturzgefahr geschlossen. Seit bereits 2 Monaten findet in einer der wichtigsten Kirchen in Congonhas im Bundesstaat Minas Gerais daher kein Gottesdienst mehr statt. Die Glocke ist schon lange kaputt, die Elektroleitungen marode und im Gebälk hat sich der Holzwurm eingenistet. Auch der Altar aus dem 18. Jahrhundert ist davon betroffen. Und eine Seitenwand, die bereits im Jahr 1926 einmal einstürzte, zeigt ebenfalls massive Anzeichen von Instabilität und sorgte bereits vor der Schliessung zu Angst in der Pfarrgemeinde. Das Gotteshaus ist etwa 280 Jahre alt.

Obwohl bereits vor geraumer Zeit Risse in Wänden und Böden auftraten und sich sogar in der Decke Löcher zeigten, wurde seitens der Verantwortlichen nicht gehandelt. Auch der brasilianische Denkmalschutz gab lediglich Mittel für die Erneuerung der Elektroinstallationen frei. In diesem Rahmen wurden dann die weitaus grösseren Gefahren festgestellt. Auch wurde nun bekannt, dass bereits von 10 Jahren einige Kunstwerke aus der Kirche entfernt wurden, um diese extern zu restaurieren. Dies ist bis heute nicht geschehen.

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Keine 300 Jahre: Die Kirche Igreja Matriz de Nuestra Sra. da Conceição steht vor dem Verfall (Foto: Altemiro Olinto Cristo)

Besonders in den zahlreichen Kolonialstädten Brasiliens müssen seit einigen Jahren immer mehr Bauwerke aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Oft fehlt das Geld für notwendige Renovierungen, die leerstehenden Gebäude sind dann fast gänzlich dem Verfall oder der „Plünderung“ ausgeliefert. Manchmal wird aber auch zu lange gewartet, bis irreperable Schäden aufgetreten sind, die es unmöglich machen, das Kulturgut des zu Europa vergleichbar jungen Landes zu erhalten.

Zurück bleiben dann langsam verfallende Ruinen, in denen nach und nach bis zu den Toilettenfliesen alles „herausgebaut“ wird. Die kommende Generation wird sich nur schwer vorstellen können, dass dies tatsächlich einmal ein prunkvoller Bau aus der Blütezeit der Kolonisierung des Landes darstellte und vermutlich der Stolz einer ganzen Gemeinde war. Bei der Kirche in Congonhas hat die Stadtverwaltung nun einen Notfallplan beschlossen, um das Gotteshaus doch noch zu retten.

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