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Mallu Magalhães – der 15-jährige Folk-Star aus Brasilien

Datum: 16. April 2008
Uhrzeit: 00:06 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Mallu Magalhães darf man zurecht als neuen Star am brasilianischen Folkhimmel bezeichnen. Ihre Konzerte sind mittlerweile fast immer langfristig ausverkauft, sie trat inzwischen bei Altas Horas und Programa do Jô auf Rede Globo auf und brachte damit richtig Bewegung in die brasilianische Independent-Szene. 15 Jahre ist sie erst alt und trifft mit ihrer Mischung aus Rock, Accustic-Gitarre, Folk, englischen Texten und einer weichen Stimme genau den Geschmack eines immer grösser werdenden Publikums.

Der neue brasilianische Folk-Star Mallu Magalhães auf einer ihrer eigenen Collagen (Foto: Divulgação)Nun gibt sie sogar für ihre jugendlichen und damit gleichaltrigen Fans ein Konzert am frühen Abend. Im März mussten nämlich einige stolze Besitzer von Eintrittskarten vor der Halle den Klängen lauschen. Da die Konzerte damals gegen Mitternacht stattfanden, waren diese gemäss den brasilianischen Gesetzen erst ab 18 Jahren freigegeben. Entschädigung gibt es nun gleich zweimal am 27. April. Um 11 Uhr gibt sie in São Paulo eine Matinee im Rahmen der Virada Cultural und am Abend am 18 Uhr ein weiteres Konzert, welches nun ab 14 Jahren freigegeben ist.

Erst am Anfang des Jahres, also vor weniger als 4 Monaten hatte sie im Rahmen eines Konzertes der Gruppe Vanguart ihren ersten grossen öffentlichen Auftritt. Die Zuschauer zeigten sich begeistert und schon kurz darauf kursierten Videos davon im Internet. Unter anderem interpretierte sie „Folsom prison blues“ von Johnny Cash. Aber auch eigene Kompositionen wie „Dont’t you leave me“ und „Tchubaruba“ kamen bei den neuen Fans hervorragend an.

Erst seit 4 Jahren spielt sie nach eigenen Angaben Gitarre, hat es aber inzwischen fertig gebracht, eine Band auf die Beine zu stellen, zu komponieren und die Lieder auch schon zu produzieren. Nun soll bald eine CD erscheinen, vermutlich fast ausschliesslich mit englischen Texten. „Ich habe mich immer geschämt, portugiesisch zu texten. Manchmal willst du halt einfach Dinge sagen, die man etwas im Dunklen lassen will“ so der Teenager gegenüber einem brasilianischen Nachrichtenmagazin.

Neben der Akkustik- und der E-Gitarre liebt Mallu auch das Zeichnen, Malen und Fotografieren. Irgendwann will sie einmal die Kunsthochschule besuchen. Die Popart hat es ihr angetan. Doch zunächst plant sie erst einmal die bereits erwähnte CD. Durch den grossen Erfolg von „Tchubaruba“, den sie im Gegensatz zu allen anderen Stücken für sich selbst und nicht für jemand anderen geschrieben hat, stehen ihr nun viele Türen offen. Der erste offizielle Videoclip wurde zudem auch schon produziert: J1 heisst der Song, den man am Ende dieses Beitrags findet.

Und auf die Frage, ob es denn überhaupt eine Nische für ihre Musik in Brasilien gibt, antwortet sie frech: „Klar existiert eine Folk-Szene in Brasilien. Die Leute wissen derzeit nur noch nicht so genau, wo die ist.“ Über 600.000 Mal wurden die bislang vier im Internet veröffentlichten Titel auf ihrer Webseite mittlerweile abgerufen, und das macht nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern stolz. Sie helfen ihr auch bei den Genehmigungen für die Auftritte, die jedesmal – sofern am späten Abend in einem Club stattfinden – von einem Richter genehmigt werden müssen. Und natürlich muss sie von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Und dies sind eigentlich immer die Eltern, die dann hinter den Kulissen stets die Daumen drücken und sich über den Erfolg ihrer kreativen Tochter freuen.

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