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Korruptionsskandal Petrobras: Polizei übergibt beschlagnahmte Kunstwerke Museum

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Im Rahmen des Petrobras-Skandals beschlagnahmte Kunstwerke wurden nun einem Museum übergeben (Foto: Policia Federal)
Datum: 21. März 2015
Uhrzeit: 12:16 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
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Die Polizei hat an das Museum Oscar Niemeyer (MON) in Curitiba 139 Kunstwerke übergeben, die bei den Ermittlungen zum Korruptionsskandal um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras beschlagnahmt worden sind. 131 der Bilder stammen aus dem Haus des erst unlängst verhafteten Ex-Direktors der Petrobras, Renato Duque. Nach Angaben der Polizei gibt es Hinweise, dass die Kunstwerke zur Geldwäsche verwendet worden sind.

Die Werke sind am Donnerstag in die Obhut des angesehenen Museums MON übergeben worden. Unter ihnen befinden sich bis zu zwei Meter hohe Leinwände und Arbeiten der Künstler Djanira, Alberto Guignard, Heitor dos Prazeres, Agostinho Batista de Freitas, AntonioPoteiro, Yara Tupynambá. Dabei ist ebenso ein Werk des Spaniers Joan Miró. Allerdings muss die Echtheit der Bilder noch bestätigt werden. Ebenso noch offen ist der Gesamtwert der sichergestellten Kunstwerke. Zunächst werden sie in Quarantäne bleiben, um auszuschließen, dass Bakterien, Pilze und Termiten eingetragen werden. Geplant ist allerdings, der Öffentlichkeit ab Mitte April die Ausstellung „Werke in der Obhut des MON“ anzubieten, in der etwa 50 Bilder zu sehen sein werden, die bei der Operation „Lava Jato“ sichergestellt wurden.

Die 139 Werke sind nicht die ersten, die im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um Petrobras an das Museum übergeben wurden. Vielmehr befinden sich dort mittlerweile insgesamt 203 Arbeiten bedeutender Künstler, unter anderem auch Arbeiten von Salvador Dali, Di Cavacanti, Vik Muniz und Sérgio Ferro. 15 der Kunstwerke können die Museumsbesucher bereits bestaunen.

Die weitere Zukunft der Werke ist indes noch offen. Sollte nachgewiesen werden, dass sie im Zusammenhang mit der Geldwäsche oder mit von der Petrobras abgezweigten Geld erstanden wurden, könnten sie versteigert werden, um mögliche Entschädigungszahlungen abzugleichen. Die Entscheidung darüber liegt allerdings bei den Gerichten.

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