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Geschmuggelte Kunst geht an Museum der schönen Künste

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Datum: 01. Juli 2014
Uhrzeit: 13:08 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare

Ein unerwartetes Geschenk von 17 Werken verschiedener brasilianischer und internationaler Künstler erhält das Museu Nacional de Belas Artes in Rio de Janeiro. Die Kunstwerke sind bei einer Zollkontrolle im Hafen von Rio de Janeiro in einem Container entdeckt und als Schmuggelware sichergestellt worden.

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Auf umgerechnet etwa 3,4 Millionen Euro werden die Arbeiten geschätzt. Unter ihnen befinden sich unter anderem Werke der französischen Künstlerin Niki de Saint-Phalle, des Italieners Michelangelo Pistoletto und des Inders Anish Kappor. Vertreten sind ebenso die brasilianischen Künstler Cildo Meireles, Jorge Guinle, Beatriz Milhazes, Sérgio Camargo und Daniel Senise. Einige der Arbeiten sind von großem Wert, wie das Werk von Sérgio Camargo, das bei einer Versteigerung im Ausland zwei Millionen Dollar erzielt haben soll.

Entdeckt wurden die Kunstwerke in Containern, die Hausrat enthalten haben. Dieser war von Brasilianern, die in den USA gelebt haben und wieder in das südamerikanische Land zurückgekehrt sind, über eine Spedition in die Heimat verschickt worden. Allerdings kam ihr Hausrat gemeinsam mit Verschickungsgut weiterer Personen im Hafen von Rio de Janeiro an. Die Ermittlungsbehörden untersuchen nun, ob es sich möglicherweise um einen Fall von Geldwäsche oder Steuerhinterziehung handelt. Der Betrag der Steuern und Zollgebühren für das Schmuggelgut wird mit zwei Millionen Euro angegeben.

Nach einem Gesetz aus dem Jahr 2013 werden sichergestellte Waren von kulturellem, künstlerischen oder historischen Wert an die Museen Brasiliens übereignet. Im vorliegenden Fall sollen die 17 Kunstwerke noch in diesem Jahr in einer eigenen Ausstellung gezeigt werden. Dabei werden einige Künstler zum ersten Mal in Brasilien mit Werken vertreten sein, wie eine Skulptur des Inders Anish Kappor.

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