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„Brasilianische Spuren“ begeistern mit Musik und Tanz

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Datum: 24. Mai 2014
Uhrzeit: 00:50 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
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Autor: Dietmar Lang
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Das Rhythmische Sportgymnastik eine von vielen Menschen deutlich unterschätze Sportart ist, wird immer wieder bei Großveranstaltungen klar. Die Zuschauertribünen sind stets gut gefüllt, wenn Turnerinnen mit Keulen, Ball, Reifen oder Band auf der Matte zu Musik anmutige und zugleich unglaublich komplexe Präsentationen darbieten. Die Mädchen müssen dabei nicht nur körperliche Fitness und Flexibilität aufweisen, auch künstlerisches Talent ist dafür unabdingbar.

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Warum sollte man sie stets nur als ein Wettkampfsport sehen und nicht auch einmal als Show darbieten. Im Brasiliens Leistungszentrum für Rhythmische Sportgymnastik in Toledo im Bundesstaat Paraná haben die Verantwortlichen nun genau das auf die Beine gestellt. Im Heimatort der mehrfachen brasilianischen Meisterin und zweifachen Südamerikameisterin Angélica Kvieczynski wird seit Jahren viel Nachwuchsarbeit und Talentförderung betrieben. Und daher ist auch die entsprechende Basis für solch ein kulturelles Projekt vorhanden.

Die Zukunft der graziösen Sportart durfte sich am gestrigen Freitagabend in einer spektakulären Show dem Publikum im städtischen Theater präsentieren. Unter dem Motto „Rastros Brasileiros“ – „Brasilianische Spuren“ – kamen gleich rund 60 jungen Athletinnen und Nachwuchsturnerinnen auf die Bühne. Sämtliche Teilnehmerinnen platzen vor Beginn der Show vor Aufregung und gingen selbst in letzter Minute noch unterbrochen die längst einstudierten Choreografien immer wieder durch. Schliesslich sollten turnerische Perfektion und ausgefeilte Tanzeinlagen die Zuschauer tief hinein in die kulturelle Welt zwischen Regenwald und Zuckerhut entführen.

Und die Sportart kam tatsächlich nicht zu kurz, von der Einzeldarbietung mit deutlichen erkennbaren Einflüssen des klassischen Balletts bis hin zu den bekannten Team-Darbietungen mit bis zu einem Dutzend Gymnastinnen wurde das ganze Spektrum der Rhythmischen Sportgymnastik integriert. Dazwischen durften auch die Kleinsten ihr Können unter Beweis stellen. Auch wenn es dann mal ein wenig „ungeordnet“ zuging, die stolzen Eltern auf den vollbesetzten Rängen des Theaters freuten sich natürlich trotzdem.

„Brasilianische Spuren“ zeigte über sechzig unterhaltsame Minuten nicht nur die heutige Vielfalt des Landes sondern auch die Einflüsse der verschiedenen Rassen, deren Erbe sich zu der so einzigartigen brasilianischen Kultur vereint haben. Dargestellt wurde dies durch Musik, Tanz, Farben, Figuren und eben der ausgefeilten Choreographie, an der auch Kvieczynski’s langjährige Trainerin Anita Klemann mitwirkte.

Für sie war „Rastros Brasileiros“ ein bedeutender Event. „Ich bin hier, weil diese Kinder die Zukunft unserer Sportart sind. Es ist eine sehr wichtige Veranstaltung für mich. Angélicas Karriere geht nach der Olympiade in zwei Jahren zu Ende, aber diese Kinder sind dann noch da und wollen trainiert werden“ betonte Klemann kurz vor der Vorstellung.

Die Top-Turnerinnen des Landes, darunter auch einige ihrer Schützlinge, waren bei der Show allerdings nicht vertreten. Während Kvieczynski aufgrund einer Verletzung pausieren musste und zur Überraschung ihrer Fans am Eingang die Karten kontrollierte, waren die sonstigen Protagonistinnen des Leistungszentrums mit der Konkurrenz aus ganz Brasilien am Freitag auf einem Wettkampf im Bundesstaat Rio Grande do Sul zu Gange. Sie hatten die Show bereits vor Wochen einem breiten Publik auf einem von einem der Großsponsoren ausgerichteten Festakt in Foz do Iguaçu präsentiert. Der jetzige Abend in Toledo sollte daher ganz dem Nachwuchs gehören, der normalerweise zum Zuschauen verdonnert wird.

Dass es trotzdem ein spektakulärer Abend wurde, ist dem generell hohem Niveau des Leistungszentrums Sadia/Sesi in Toledo zu verdanken. Die Zuschauer dankten es den Teilnehmerinnen und dem Trainerstab nach einem emotionalen Finale mit gehörigem Applaus. Und die jungen Turnerinnen dürften am heutigen Samstag bei einer weiteren Präsentation ihrer Show als Einstimmung auf einen regionalen Wettkampf nun deutlich entspannter ins Scheinwerferlicht treten.

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