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Brasilianer schauen lieber fern anstatt zu lesen

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Datum: 16. April 2014
Uhrzeit: 17:42 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare

Die Lektüre von Büchern ist bei den Brasilianern nicht gerade beliebt. Laut einer Studie haben fast 60 Prozent der Befragten in den vergangenen sechs Monaten kein einziges Buch in die Hand genommen. Von denjenigen die lesen, bevorzugt fast ein Fünftel die Bibel gegenüber anderen Büchern. Wissen wollten die Forscher bei der Umfrage auch, welchen Stellenwert das Fernsehen, Theater und andere kulturelle Veranstaltungen bei den Brasilianern haben.

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Mit 58 Prozent gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, im vergangenen halben Jahr kein Buch gelesen zu haben. Wird gelesen, so fällt die Wahl mit 19 Prozent auf Romane. Beliebt sind jedoch vor allem religiöse Themen. Etwa 18 Prozent gaben an, die Bibel als Lektüre zu bevorzugen, weitere zehn Prozent greifen zu Büchern mit religiösem oder spirituellem Hintergrund. Selbst bei der Nutzung des Handys greifen nur 34 Prozent auf Kurzmitteilungen zurück, während 86 Prozent lieber telefonieren.

Im Hoch liegt indes das Fernsehen. Auch hierbei steht eher die Unterhaltung als die Information im Vordergrund. Etwa 54 Prozent sehen sich die auch in Brasilien beliebten und omnipräsenten Telenovelas an. Immerhin gaben aber auch 44 Prozent der Befragten an, regelmäßig Nachrichtenmagazine im Fernsehen zu verfolgen.

Beim Theater bevorzugen 33 Prozent der Brasilianer an erster Stelle Komödien, neun Prozent Dramen, sechs Prozent Kindertheater und lediglich fünf Prozent Musicals.

Für Studie “Publikum der Kultur”, die vom Institut für Sozialeinrichtungen der Wirtschaft (Sesc) und der Stiftung Perseu Abramo durchgeführt wurde, sind im August und September 2013 etwa 2.400 Männer und Frauen in 139 Städten befragt worden. 45 Prozent von ihnen arbeiteten im Bereich der Dienstleistungen, 29 Prozent im Einzelhandel. Die meisten von ihnen gehören einer Religion an, wobei 57 Prozent sich als Katholiken und 28 Prozent als Protestanten oder Mitglieder evangelischer Glaubensgemeinschaften bezeichneten. Elf Prozent sagten aus, an Gott zu glauben, aber keiner Religion anzugehören.

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