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70.000 feiern Seligsprechung von Irmã Dulce in Brasilien

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Datum: 22. Mai 2011
Uhrzeit: 17:36 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Salvador da Bahia in Brasilien wurde am Sonntagnachmittag (22.) die katholische Nonne Irmã Dulce Lopes Pontes selig gesprochen. Rund 70.000 Gläubige nahmen an der feierlichen Zeremonie in einem Ausstellungsgelände der Stadt trotz regnerischem Wetter teil. Bereits Stunden vor dem eigentlichen Festakt hatten rund 500 Kinder und Jugendliche mit einer Theateraufführung über das Leben der Ordensfrau die Anwesenden in Stimmung versetzt.

Die Messe eröffnete der Apostolische Nuntius Brasilien, Dom Lorenzo Baldisseri. Als Vertreter von Papst Benedikt XVI. verfolgte der erimitierte Erzbischof von São Salvador da Bahia, Geraldo Majella Kardinal Agnelo die Zeremonie. Auch Staatspräsidentin Dilma Rousseff, Gouverneur Jaques Wagner und Senatspräsident José Sarney wohnten der Seligsprechung bei. Zudem waren zahlreiche Pfarrer, Bischöfe, Erzbischöfe sowie Nonnen, Mönche und Seminaristen aus ganz Brasilien in den Metropole im Nordosten des Landes gereist.

Am Morgen hatte sich Papst Benedikt XVI. in Rom erfreut über die Seligsprechung des „guten Engels von Bahia“ gezeigt. „Um die Pilger in der portugiesischen Sprache zu grüssen, schliesse ich mich der Freude der Geistlichen und Gläubigen in Salvador in Bahia bezüglich der Seligsprechung von Schwester Dulce Pontes an, die eine ungeheuere Nächstenliebe auch bei dem Letzten hinterlassen hat, und die ganz Brasilien dazu gebracht hat, die Hilflosen zu achten“ so der Pontifex auf portugiesisch.

Die 1914 als Maria Rita de Souza Brito Lopes Pontes geborene Irmã Dulce war im Alter von 18 Jahren nach ihrem Schulabschluss ins Kloster eingetreten. Bereits damals kümmerte sich sich vornehmlich um die arme Bevölkerung ihrer Heimatstadt Salvador. 1959 gründete sie eine eigene Stiftung für Bedürftige. Ihr Wirken erlangte schnell landesweit aufsehen, so dass sich ein mit 150 Betten gegründetes Krankenhaus bis 1983 auf 1.000 Betten vergrösserte. Der damalige Staatspräsident José Sarney nominierte sie zudem 1988 für den Friedensnobelpreis.

Irmã Dulce starb 1992 im Alter von 77 Jahren an einer Lungenkrankheit, die sie rund 30 Jahre lang klaglos ertragen hatte. Im Jahr 2000 begann der Prozess der Seligsprechung noch unter Papst Johannes Paul II., auf den sie 1980 in Rom getroffen war und der sie noch am Krankenbett in Brasilien besuchte. 2009 stimmte Papst Benedikt XVI. dem Vorschlag der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse des Vatikans zu, die Ordensfrau aufgrund einer heroischen Tugendausübung mit dem Titel Ehrwürdige Dienerin Gottes auszuzeichnen.

Am 27. Oktober 2010 erklärte der Erzbischof von Salvador, dass die Kongregation in Rom ein von ihr bewirktes Wunder anerkannt habe. Später bestätigte Papst Benedikt XVI. dieses vollbrachte Wunder. Irmã Dulce soll einer Frau aus dem Bundesstaat Sergipe durch Fürsprache am Krankenbett das Leben gerettet haben. Die Frau hatte bei einer Geburt starke Blutungen erlitten und war von den Ärzten bereits aufgegeben worden.

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