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Heisse Samba Nacht in Rio?

Datum: 14. Juli 2006
Uhrzeit: 17:10 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Was sich nach Musik und Carnaval anhört, muss nicht immer tropisches Feeling bedeuten. Wie in diesem Fall, über den ich leider hier, jetzt und heute berichten muss.

„HeisseSambaNacht“ ist ein Autor, der über ein Internetforum versucht, sein Ebook „Rio de Janeiro – wie eine Stadt dich verführt“ für 7.99 Euro zu verkaufen. Natürlich kann man verschiedener Meinung sein, ob es sinnvoll ist, in Foren bezahlten – wenn auch externen – Content anzubieten. Prinzipiell ist dagegen jedoch nicht einzuwenden.

Letztendlich soll sich allerdings der Kauf des 35-seitigen Ebooks (!!!) im Word-Format (!!!!!!!) nicht lohnen. Dies berichtet zumindest ein Käufer. Rechtschreibfehler und ein schlechtes Layout hinterlassen bei einem eher dürftigen Informationsfluss und einem infantilem Schreibstil einen schalen Nachgeschmack. Die Empfehlung des Käufers lautet eindeutig: NICHT KAUFEN!

Nun hat „HeisseSambaNacht“, der auf seiner (kostenlosen) Hompage http://www.riodejaneiro.net.tf als auch im entsprechenden Forum nicht einen einzigen Satz als Leseprobe anbietet, und sich auch der Kritik in keinster Weise stellt, angeblich noch ein weiteres Ebook im Angebot. 10 (!!!) Seiten über Hochzeit in Brasilien mit (angeblichen) Tips und Infos für unglaubliche 29 Euro.

Und angeblich hält sich der Autor, der laut Impressum in Köln wohnt, derzeit in Rio de Janeiro auf. Seine Identität will er auf gar keinen Fall preisgeben und prahlt immerzu mit Insiderinformationen. Wenn er sie hätte – was nach dem ersten seiner Bücher wohl nicht der Fall zu sein scheint – könnte ja auch kostenpflichtige Information eine echte Bereicherung für die entsprechende Zielgruppe sein. Aber diese Hoffnung scheint sich nicht zu erfüllen. Auch sein angeblicher Aufenthalt zur Vor-Ort-Recherche in Rio de Janeiro scheint zweifelhaft. Dies zumindest bestätigen wahrhaftig vor Ort lebende Mitglieder des Forums. Und es ist auch mein Eindruck.

Ich persönlich sehe seine Agitationen eindeutig im Bereich „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ und warne ausdrücklich davor, seine Ebooks zu kaufen. Zumal der Autor sogar vollmundig versprochen hat, dass sein Erstlingswerk auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden würde. Auch dies halte ich für eine Lüge. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, doch „HeisseSambaNacht“ bleibt die Beweise leider – auch auf Nachfrage – bislang schuldig.

Wer meinen Blog schon länger liest, weiss, dass ich eigentlich noch nie ein brasililienrelevantes Produkt oder brasilienrelevante Informationen so kritisch betrachtet habe wie in diesem Fall. Und es hat mich auch viel Überwindung gekostet, meine Meinung heute zu veröffentlichen. Positiv zu bemerken ist, dass er in dem entsprechenden Forum inzwischen mehr oder minder zu einer Witzfigur geworden ist, die kaum noch ernst genommen wird. Die Gefahr, dass jemand in seine Falle tappt, hat sich damit erheblich verringert.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    dirkinho

    Hohohohoho,geil (ich lach mich schief). Dietmar, ich schliesse mich dir an, gehe sogar weiter: Der HeisseSambaNacht ist entweder wirklich noch Teenager, oder hat völlig einen an der Waffel. Ich glaube es muss auch keiner gewarnt werden, wer so blöd ist, das „Buch“ (muss man ja in Anführungszeichen schreiben) zu kaufen hat es einfach nicht besser verdient.

    LG

    (Poste deinen Artikel doch mal im BF)

    P.S.: Es ist Wochenende und vielleicht gibt das ja wieder grosses Kino (so wie mit der „Arbeitspolizei“)

  2. 2
    Careca

    RÜGE! :mrgreen:

    Das, was der dort auf 10 Seiten für 29 Euro anbietet, ist von dir richtig schlecht beurteilt worden (im Sinne einer qualitativen Beurteilung … also im eigentlichen Sinne haste das Buch ja noch gut beurteilt …).

    Was der Knispel dort abgelassen hat, deutet darauf hin, dass die zwei Euro neunzig pro Seite weder einen Gegenwert bieten, noch sonst deiner schlechten Kritik überhaupt (von unten her) das Wasser reichen kann.

    Aber in einem hat Digdigger vollkommen recht. Wer so für sein Produkt trommelt, aber noch nicht mal weiss, wie man eine Trommel bedienen muss, der wandelt mit seiner Werbung knapp am Rande der schriftstellerischen Umweltverschmutzung.

    Ansonsten:
    Befolgt Digdiggers Rat. Spart euch das Geld. Das Buch scheint ja noch erheblich mieser zu sein als jenes von jenem Vorläufer des Feuers Brasiliens (was ich als fast food book bezeichnen würde).

    KAUFT EUCH LIEBER BÜCHER VON KLAUS HART!

    Ein Buch von dem kostet weniger aber enthält erhlich mehr.

    Ach ja, generell kann ich dem von Digdigger nur zustimmen (… ausser, dass er mit Handbremse über den Scheiss jenes „Heisse Samba Nacht“ geschrieben hat …)

  3. 3
    digdigger

    Habe ich es echt so harmlos geschrieben? Ich wandele bei Kritiken ja immer am Abgrund der Abmahnung. Beispiele dafür gibt es leider inzwischen viele. Auch wenn zukünftig die Kosten gedeckelt werden sollen.

    Ich weiss ja auch nicht 100%ig ob es scheisse ist, ich glaube es halt nur. Aber 29 Euro für die Wahrheit sind einfach zuviel Geld.

    Klaus Hart schreibt kontrovers, aber interessant. Seine Berichte über Brasilien sorgen immer inhaltlich für Diskussion. Bei „HeisseSambaNacht“ stört mich schon, dass er mit „nichts“ soviel Wirbel macht. Eigentlich sollte man so jemanden einfach ignorieren. Doch ein bisschen Warnung musste einfach sein.

  4. 4
    dirkinho

    Klaus Hart kenne ich nicht, aber trage skaterhosen von carhartt. Die Lektüre ist mit Sicherheit 100% Scheisse, aber manchmal bleiben Leute halt mit ihrem Arsch an der Wand. Ist doch egal; jeden Tag werden Leute verarscht, HSN kommt damit sowieso nicht weit.

    Tschüss an euch beide, dirkinho

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