Jetzt Wintersonne buchen und zahlreiche Frühbuchervorteile nutzen (Gutscheine uvm.)

Galvão Bueno nimmt Twitter-Kampagne CALA BOCA GALVÃO mit Humor

Datum: 16. Juni 2010
Uhrzeit: 12:39 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
Autor folgen:

Brasiliens berühmtester Sportkommentator vom TV-Giganten Rede Globo hat mit Humor auf die gegen ihn gerichtete Twitter-Kampagne ‚CALA BOCA GALVAO‘ („Halt’s Maul Galvão“) reagiert. In einem in Rahmen der WM-Berichterstattung ausgestrahlten Interview erklärte der 59-jährige am Dienstagabend, es mache ihm viel Spass, die Entwicklung im Netz zu verfolgen. Nachdem der Trend die Grenzen Brasiliens überquert hatte, beschloss er nach eigenen Angaben, die Aktion zu unterstützen. In der Folge veröffentlichte auf seinem eigenen Twitter-Account daher ähnliche Einträge. Internetuser hatten den Dauerredner während der Eröffnungsfeier zur Fussball-WM 2010 über zahllose Tweets im Microbloggingdienst aufgefordert, endlich einmal ‚die Klappe zu halten‘.

Der Begriff wurde sogar im fernen Südafrika von brasilianischen Fans übernommen und auf einem grossen Transparent während der Vorrundenbegegnung zwischen Brasilien und Nordkorea im Fernsehen gezeigt und erlangte damit auch ausserhalb des Internets Bekanntheit. In der Sendung „Central da Copa“ erklärte Bueno, die Aktion der Internetuser habe ihn an einen alten Freund erinnert, Rennfahrerlegende Ayrton Senna. „Ayrton hatte richtig grosse Ohren, daher habe ich ihn Dumbo genannt und er gab mir den Spitznamen Papagei. Und geht es nicht in der Kampagne darum, den Galvão-Papagei zu schützen?“ so der sympathische Brasilianer.

Die Kampagne, gestartet am Donnerstag während des Eröffnungskonzertes in Soweta, erreicht am Freitag Topplatzierungen in den Twitter-Trends. Kurz darauf erschien ein offiziell wirkendes Plakat mit Symbolen der brasilianischen Regierung, des Umweltministeriums, der Umweltschutzbehörde Ibama sowie der angeblich 15 Jahre bestehenden (jedoch nicht existenten) „Galvão-Stiftung“. Hierbei wurde stets um die Verbreitung der Nachricht „CALA BOCA GALVAO“ über den Microblogging-Dienst gebeten. Es sei eine Sekunde des twitterns und damit eine Sekunde ein Leben zu schützen. 10 US-Cent gingen je Tweet an die Stiftung, die sich für den Erhalt der gezeigten ‚Galvao-Birds‘ einsetze.

Dadurch avancierte der neue Trend aus Brasilien endgültig zum Selbstläufer. Neben einem speziell für den „Vogelschutz“ eingerichteten Twitter-Account hatten einige Kreative mit Zugang zu hochwertigem Bildmaterial ein extrem glaubwürdiges Promotionvideo erstellt, welches ebenfalls Topplatzierungen bei YouTube begeistert erreichte.

Neben dem brasilien Magazin, welches bereits am vergangenen Freitag (11.) als erstes internationales Medium über den neuen brasilianischen Twitter-Trend berichtete, haben am Dienstag zudem die New York Times und die spanische Tageszeitung El País die ungewöhnliche Entwicklung aus dem grössten Land Südamerikas aufgegriffen. Und auch wenn nun von verschiedenen Seiten Aufklärung geleistet wurde, widmen sich weiterhin viele Tweets, Blog- und Foreneinträge verwirrter Internetuser weltweit der grossen Frage: „Wer oder was ist CALA BOCA GALVAO?“

Foto: Divulgação

P.S.: Werden Sie jetzt Fan vom brasilien Magazin auf Facebook! Oder folgen Sie uns einfach auf Twitter!

© 2005 - 2017 brasilien Magazin. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.