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Rollendes, Rockendes Rio

Datum: 15. Februar 2006
Uhrzeit: 17:22 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Früher hätte man vielleicht das Stadion Maracana genutzt, doch seitdem es eine riesige Baustelle ist, müssen die Strände herhalten. So auch am kommenden Samstag. Denn dann werden ca. 2 Millionen Besucher zu einem Gratis-Konzert der Rolling Stones an der Copacabana erwartet. Bis zu 10.000 Polizisten sollen dabei für Ordung und Sicherheit sorgen.

Viele Fans werden sich jetzt schon auf das Wochenende freuen, während im Organisationsstab zwischen Veranstalter und Polizei noch über Abstände gestritten wird. Der Abstand zwischen Bühne un Publikum soll zur Hauptbühne 110 Meter betragen, zu einer Nebenbühne, wo die Stones etwas 30 Minuten spielen werden, 50 Meter. Die Polizei will grössere Abstände, um die Künstler bei eventuellen Tumulten besser schützen zu können. 160 bzw. 100 Meter werden gefordert.

Derweil wird heute oder morgen damit begonnen, die entsprechenden Dekorationen anzubringen. Auf Unmut stösst das Konzert bei Anwohnern. Am Samstag ist ab 15 Uhr die Avenida Atlântica dicht. Und am Abend, so sieht es derzeit aus, werden die Rockrentner sich wohl kaum an in Rio de Janeiro bestehenden Lärmgrenzen halten. Es ist aber das Megaevent des Jahres und keiner will so recht jetzt kurz vor dem Carnaval als Spielverderber dastehen. Aber der Veranstalter hat inzwischen „garantiert“, dass die Show vor Mitternacht zu Ende sein wird. „Se deus quizer“ wird nun mancher Carioca darauf erwidert haben.

Der Stadtteil Copacabana wird vollkommen gesperrt, die U-Bahn soll angeblich 90.000 Personen an den Veranstaltungsort transportieren. 380 Helfer sollen sich um verloren gegangene Kinder kümmern und 12 Krankenwagen mit 20 Ärzten und 30 Sanitätern stehen für Notfälle bereit. Hinzu kommen die 8.000 bis 10.000 Polizisten. So macher fragt sich nun, ob dies bei bis zu 2 Millionen Besuchern tatsächlich ausreichend ist.

Und so macher wirft jetzt schon mal einen Blick stirnrunzelnd auf die Wetterkarte. Denn Massenveranstaltungen in glühender Hitze sind alles andere als angenehm. 34 Grad werden prognostiziert, und viele Fans werden bestimmt den ganzen Tag in diesen Temperaturen auf ihre Idole warten. Hoffen können sie auf die ein oder andere Abkühlung durch vereinzelte Schauer. Diese sind nämlich auch angekündigt.

Bleibt die Möglichkeit, sich das Spektakel aus sicherer Entfernung anzuhören. Laut genug wird es allemal sein. Oder man sucht sich ein gemütliches Plätzchen vor dem Fernseher und schaltet TV Globo ein. Der brasilianische Mediengigant überträgt das Spektakel live und hat sogar eine Sonderseite geschaltet. Die Show beginnt um 21.45 Uhr, das Vorprogramm mit DJ Janot, AfroReggae und Titãs um 19.00 Uhr.

Und dies ist erst der Anfang. Bereits zwei Tage später präsentiert TV Globo am Montag abend live aus São Paulo ein Konzert von U2. Und für März hat inzwischen die Gruppe Oasis ein Konzert fest zugesagt. Brasilien ist nach den magernen letzten Jahren wieder attraktiv für ausländische Bands geworden. Und alle hoffen, dass die angekündigten Konzerte grosse Erfolge werden, damit zukünftig noch mehr internationale Bands ihren Weg ins „pais tropical“ finden.

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