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Schweinegrippe in Brasilien: 400 Tote in den letzten 6 Wochen

Datum: 19. August 2009
Uhrzeit: 13:41 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Brasilien beklagt offiziell fast 400 Todesopfer durch die Schweinegrippe

In Brasilien sind seit Ausbruch der Schweinegrippe-Pandemie im April offiziell 368 Menschen an dem Grippevirus A (H1N1) verstorben. Dies geht aus einer am gestrigen Dienstag veröffentlichten Stellungnahme des brasilianischen Gesundheitsministeriums hervor. Die Daten stammen von den regionalen Gesundheitsbehörden der einzelnen Bundesstaaten, welche diese wiederum von den Gesundheitsämtern der Städte und Gemeinden erhalten.

Von den Verstorbenen gehörten 185 Personen oder 50,3 Prozent mindestens einer Risikogruppe an, bei denen der Krankheitsverlauf oftmals weitaus drastischer ausfällt. Bei 46 schwangeren Frauen (12,5%) endete die Erkrankung tödlich. Laut dem Ministeroum wurden im ganzen Land vom 25. April bis zum 15. August fast 21.000 schwere Fälle der Schweinegrippe registriert, 58% davon waren Frauen.

Laut der Veröffentlichung liegt die Mortalitätsrate bei schweren Krankheitsverläufen bei 0,19 Todesfällen je 100.000 Einwohner. Derzeit seien zudem allgemein die Länder der südlichen Hemisphäre stärker betroffen, da dort Winter herrsche und sich das Virus durch die kühleren oder kalten Temperaturen weitaus schneller verbreite. Daher sei der derzeitige Anstieg an Erkrankungen und Todesfällen prinzipiell nicht ungewöhnlich.

Vieles spricht jedoch auch dafür, dass die brasilianische Regierung in Brasília versucht, die Zahlen herunterzuspielen. Nachdem in mehreren Bundesstaaten nun wochenlang der Unterricht an Schulen und Universitäten ausfiel und teilweise sogar Massenveranstaltungen abgesagt sowie Kinos und Theater geschlossen wurden, hofft man in der Hauptstadt auf eine langsame Normalisierung der Situation. Experten rechnen zum einen mit einer grossen Dunkelziffer in Bezug auf Erkrankungen und Todesfällen, zum anderen brach in einigen Regionen durch einen Ansturm von Patienten die öffentliche Gesundheitsversorgung fast zusammen.

Den ersten Todesfall durch den Grippe A/H1N1 Erreger (mehr…) verzeichnete Brasilien zudem erst am 29. Juni, also vor knapp 6 Wochen. Über zwei Monate wütete dabei der Erreger schon weltweit, selbst im São Paulo wurde zwischenzeitlich schon ein neuer Stamm entdeckt. Doch Todesopfer waren bei den offiziell 627 erkrankten Personen bis dato keine zu beklagen.

Im Juli stiegen dann die Fallzahlen immer weiter, ab Anfang August herrschte besonders in den südlichen Bundesstaaten fast schon eine Massenpanik mit den bereits beschriebenen Einschränkungen im Kultur- und Bildungsbereich. Alleine in den vergangenen 7 Tagen stieg die Zahl der Todesfälle von offiziell 189 auf 368. Berücksichtigt man zudem die jüngsten Meldungen der regionalen Gesundheitsbehörden, kommt man momentan bereits auf 384 Todesopfer.

Trauriger Spitzenreiter ist nach den letzten Zahlen weiterhin São Paulo mit 134 Todesfällen, gefolgt von Paraná (107) und Rio Grande do Sul (78). Im Bundesstaat Rio de Janeiro sind bislang 43 Personen der Krankheit erlegen. Damit konzentrieren sich rund 95 Prozent aller Todesfälle auf vier Bundesstaaten im Südosten und Süden des Landes (siehe unten).

Foto: ABr, Grafik: Globo.com

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