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Schweinegrippe: Mittlerweile 4 offizielle Verdachtsfälle der Influenza A (H1N1) in Brasilien

Datum: 30. April 2009
Uhrzeit: 23:25 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Dietmar Lang
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temperao-gripeIn Brasilien ist die Zahl der offiziellen Verdachtsfälle bezüglich einer möglichen Infizierung mit dem Schweinegrippevirus auf vier Patienten angestiegen. Dies gab das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend bekannt. Landesweit werden zudem insgesamt 42 Personen in Krankenhäusern beobachtet. Gegegenüber dem Vortag (36 Patienten) stieg die Zahl damit allerdings nur leicht. Bei zwei Personen konnte mittlerweile erfreulicherweise Entwarnung gegeben werden.

Nach Informationen der obersten Gesundheitsbehörde Anvisa werden die betroffenen Patienten in Krankenhäusern ihrer Heimatorte gemäss den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO streng isoliert behandelt. Ein Nachweis auf den H1N1-Virus soll allerdings erst in rund 10 Tagen möglich sein. Dann werde ein entsprechender Reagent zur Verfügung stehen, mit dem der Erreger eindeutig identifiziert werden kann.

Gesundheitsbehörden und Politik versuchen weiterhin, die Bevölkerung in Bezug auf eine mögliche Ausbreitung der Krankheit in Brasilien zu beruhigen. Gesundheitsminister Temperão hatte am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz abermals erklärt, dass der Virus bislang Brasilien noch nicht erreicht habe. Am Donnerstag wurde allerdings das von der WHO zur Behandlung von Schweinegrippe empfohlene und nun kurzfristig importierte Medikament Tamiflu in alle Bundesstaaten verschickt. Die brasilianische Regierung hat nach eigenen Angaben jedoch genügend Vorräte des Hauptwirkstoffes, um im Bedarfsfall in kurzer Zeit grosse Mengen der Präparates im eigenen Land zu produzieren. Damit könnten bis zu 9 Millionen Patienten behandelt werden.

An den Flughäfen wurden die Kontrollen nun ausgeweitet. Neben den Passagieren aus Mexiko, den USA und Kanada werden nun auch Reisende aus Grossbritannien, Spanien und Neuseeland bei der Ankunft strengstens kontrolliert und beim geringsten Anzeichen einer Infektion in ein Krankenhaus eingewiesen. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch die zweithöchste Pandemie-Stufe 5 angehoben hat, plant die brasilianische Regierung weiterhin keine Reisebeschränkungen.

Schweinegrippe heisst nun Influenza A (H1N1)

Die WHO hat inzwischen auch auf den Streit um die Namensgebung der Erkrankung reagiert. Seit Donnerstag heisst die Schweinegrippe nun offiziell Influenza A (H1N1). Mediziner hatten zuvor gefordert, dass die Grippe nach dem Ursprungsland zu benennen sei, in diesem Fall also Mexiko-Grippe oder Nordamerika-Grippe. Aus der Fleischindustrie wurde ebenfalls Kritik laut, da der Name ein schlechtes Licht auf die Schweine werfe, bei denen der Erreger noch nie nachgewiesen worden sei. Der Verzehr von Schweinefleisch sei ausserdem in dieser Hinsicht völlig unbedenklich. Auch tue man den Tieren mit dem Begriff „Schweinegrippe“ unrecht, da die Ansteckung von Mensch zu Mensch stattfinde. .

Weitere Informationen: siehe Fragezeichen

Schweinegrippe / Influenza A (H1N1) in Brasilien auf grösserer Karte ansehen

Screenshot: Globo News

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gerd

    Die Mexico(Schweine)Grippe sollte man nicht unterschätzen, es hat schon 1918 eine weltweite Pandemie gegeben, bei der zig Millionen weltweit gestorben sind. Auf die staatlichen Stellen sollte man sich dabei aber nicht verlassen, es sind nur sehr wenig Medikamente vorrätig (max. für 20 % der Bevölkerung, in Baden-Württemberg sogar nur für 14 %), wobei diese Mittel erstmal im Ernstfall für Personen der öffentlichen Sicherheit (Polizei, Krankenhauspersonal, Behörden) bereit stehen. Der „normale“ Bürger kommt erst an zweiter Stelle. Deshalb habe ich für mich persönlich Vorsorge getroffen, denn es gibt jetzt noch wirksame Medikamente, wie z. B. Tamiflu. Das sollte man zwar nur in Absprache mit einem Arzt einnehmen, aber was nutzt mir das, wenn im Ernstfall nichts mehr in der örtlichen Apotheke zu kaufen gibt. Meine Packung liegt gut im Gemüsefach und wenns erforderlich sein sollte, schnell zur Hand.
    Aber vorsicht bei Internetbestellungen!Es werden gefälschte Tabletten verkauft oder sogar nur Geld kassiert und keine Ware geliefert!

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