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2.000 Pinguine verenden durch Ölteppich an Südküste Brasiliens

Datum: 28. August 2008
Uhrzeit: 09:33 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Ein Ölteppich hat rund 2.000 Pinguine vor der brasilianischen Küste erfrieren lassen (Foto: Divulgação) In den vergangenen 5 Tagen wurden an der Küste der südlichen brasilianischen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul rund 2.000 tote Pinguine angespült. Nach ersten Erkenntnissen sind die Tiere mit einem Ölteppich unbekannter Ursache in Kontakt gekommen und daraufhin erfroren.

Die Region ist eine vielbefahrene Route mit hunderten von Schiffen täglich. Vermutlich hat ein Frachter oder Tanker grössere Mengen an Roh- oder Dieselöl verloren und damit die Pinguine kontaminiert. Durch den Kontakt mit dem Öl verliert das Gefieder die wärmende und wasserabweisende Funktion, der Körper wird erheblich schwerer und kühlt sehr schnell aus, das Tier verliert die Schwimmfähigkeit und erfriert.

Manche Tiere schafften es noch an den Strand, wo sie in extrem schlechten Zustand aufgefunden wurden. Nun werden sie in einem langwierigen Prozess aufwändig gesäubert und aufgepäppelt. Massnahmen, die bis zu mehreren Monaten andauern können und nicht unbedingt erfolgreich sind. Aufgrund der Vergiftung durch das Öl sterben rund ein Drittel der Pinguine bei der Behandlung, bevor sie durch Gewichtszunahme wieder zu Kräften kommen können.

Viele Tiere kommen in der Region schon geschwächt an. Meeresströmungen haben sie auf ihrer Nahrungssuche von der Antarktis hoch in den Norden getrieben, in ihren natürlichen Habitaten bleiben die gewohnten Fischschwärme durch Wassererwärmung und Überfischung immer häufiger aus. Auch viele Jungtiere begeben sich auf diese durch den weltweiten Klimawandel ausgelöste gefährliche Reise im Kampf ums Überleben. Manche Arten sind inzwischen vom Aussterben bedroht.

Vor der Küste Brasiliens gibt es bislang kein flächendeckendes Überwachungssystem für den Wasserverkehr, so dass das verantwortliche Schiff nicht ausfindig gemacht werden konnte. Informationen über eine Haverie oder über sonstige Störfälle in der Region liegen nicht vor. Die Umweltpolizei steht der Verseuchung der Gewässer daher derzeit mehr als hilflos gegenüber.

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