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Tailândia: Ibama kämpft mit Grossaufgebot gegen illegale Abholzung

Datum: 15. März 2008
Uhrzeit: 01:18 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der brasilianische Regenwald muss nicht immer für Biosprit oder Genmais weichen. Manchmal werden die Bäume einfach nur gefällt, um das Holz zu verkaufen. Und um aus den Resten Holzkohle zu machen. In Tailândia im Bundesstaat Pará wird derzeit kräftig aufgeräumt. Jahrelang durften Firmen dort unbehelligt den Regenwald zerstören, Kontrollen gab es keine. Brasilien hat Flugzeuge, Satelliten, teure Auswertungssysteme – man muss sie nur verwenden. Ein einziger Hubschrauber der Ibama hat nun zahlreiche illegale Kahlschläge und Köhlereien aufgedeckt und ist mit einem Grossaufgebot in das Gebiet einmarschiert.

Tailandia

Zweifellos verdienen sich in der Region viele Menschen mit den gesetzwidrigen Aktionen ihren Lebensunterhalt. Vielleicht ist es für manchen sogar die einzige Chance, ein wenig Geld zu verdienen. Aber es ist und bleibt illegal. Ein paar Beamte der Umweltbehörde könnten dort nichts ausrichten – die Menschen würden sich ihnen entgegen stellen und der undurchdringliche Regenwald würde sie letztendlich einfach verschlucken. Daher kamen sie in Begleitung von mehreren Hundert Militärpolizisten und Soldaten in die Region, überprüften jeden Holzbetrieb, verhängten massive Bussgelder, beschlagnahmten mit der Waffe im Anschlag Maschinen und Gerätschaften.

Und das Grossaufgebot vernichtete in den letzten Tagen bislang 800 illegale Öfen zur Herstellung von Holzkohle. 2.000 nicht genehmigte Köhlereien soll es in der Region geben. Es liegt noch viel Arbeit vor ihnen. Das brasilianische Online-Magazin G1 war und ist bei der Aktion „Feuerbogen“ mit dabei und hat das Gebiet auch überflogen. Und zeigt uns nun erschreckende Bilder einer zerstörten Natur.

Zerstörter Regenwald in der Region Tailândia - kaum ein Baum darf stehenbleiben (Foto: Glauco Araújo/G1)

Das ganze Ausmass kann man eigentlich nur von oben aus betrachten (Foto: Glauco Araújo/G1)

Provisorische Wege im Regenwald, auf denen die Holzkohle abtransportiert wird (Foto: Glauco Araújo/G1)

Illegale Wege im Regenwald - un links und rechts davon wird immer mehr gefällt (Foto: Glauco Araújo/G1)

Gut kann man die Arbeiter bei den illegalen Öfen für Holzkohle sehen (Foto: Glauco Araújo/G1)

Ofen an Ofen - und alles auf illegal gerodeter Fläche - die Perversion der Zerstörung (Foto: Glauco Araújo/G1)

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Kommentarbereich

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  1. 1
    zenda simoes

    Endlich eine positive Aktion um Brasilien vor der Beraubung zu schützen und die Chance zu zeigen welche wirkliche Aufgabe die Militärpolizisten und Soldaten in Brasilien haben.

  2. 2
    Hansi

    Es ist schlimm mit anzusehen, wie abgeholzt wird, was in Jahrtausenden gewachsen ist..
    Gefördert durch unser schönes erneuerbare Energiegesetz EEG, dem NaWaro Bonus, Biodiesel und fehlgeleiteten blinden Aktionismus. Fördern wir was wir schützen sollten. http://www.rastanlagestaffelbach.de/index.php?seite=48-gruener-biosprit
    Grüner Biosprit kostet Orang Utans das Leben, Bündnis 90 die Grünen sind noch stolz darauf. Hauptsache in Deutschland fährt man sozialverträgliches Biodiesel und die Ökobilanz stimmt.

    Hansi