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Brasiliens Ex-Umweltminister rufen Jugend zu Demos für Umwelt- und Klimaschutz auf

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Auch in Brasilien könnte in Zukunft verstärkt für das Klima demonstriert werden (Foto: Screenshot Twitter @FFFBRA)
Datum: 14. Mai 2019
Uhrzeit: 20:23 Uhr
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Brasliens Ex-Umweltminister haben die Jugend des Landes zu Protesten aufgerufen. Sie kritisieren die aktuelle Umweltpolitik des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro und sprechen von gewaltigen Rückschritten und dem systematischen Abbau von bisherigen Errungenschaften in Sachen Umweltschutz.

Dass sich die ehemaligen Umweltminister trotz ihrer unterschiedlicher Parteizugehörigkeit und Ideologien gemeinsam an den Tisch setzen, um gegen die aktuelle Umweltpolitik vorzugehen, hat es in Brasilien noch nie gegeben. Angesichts der momentanen Vorgänge und des Abbaus von Umweltschutzeinrichtungen in Brasilien ziehen die acht Politiker nun jedoch an einem Strick.

Sie wollen die Bevölkerung des Landes wachrütteln und ebenso die Welt zu einem Einschreiten bewegen. Bei ihrem Treffen haben sie unter anderem vor einer zunehmenden Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes gewarnt, die von der Umweltpolitik Bolsonaros gefördert wird. Laut Bolsonaros Vorstellungen soll der größte, tropische Regenwald der Welt wirtschaftlich genutzt werden. Im Gespräch sind die Ausbeute von Mineralien und Edelsteinen in Schutzgebieten und Indio-Territorien, die Erleichterung von Umweltgenehmigungen und der Abbau von Kontrollen gegen Kahlschläge. Kritisiert wird von den Ex-Ministern ebenso die Auflösung des Sekretariats für den Klimaschutz und die Besetzung von leitenden Stellen in den Umweltbehörden Ibama und ICMBio mit Militären.

„Brasilien darf nicht zur bösen Königin im Game of Thrones der Umwelt werden“, sagte Ex-Umweltministerin Izabella Teixeira. Ex-Minister Carlos Minc verwies auf das von Bolsonaro jüngst unterzeichnete Dekret zum Tragen von Schußwaffen. Das erlaubt es Fazendeiros auf ihrem Grund Schußwaffen zu tragen, um sich, ihre Familien und ihr Land zu verteidigen, wie Bolsonaro es ausdrückte. Befürchtet wird dadurch indes eine Zunahme von Landkonflikten.

Den aktuellen Umweltminister Ricardo Salles bezeichnen die Ex-Minister wegen diverser umstrittener Aussagen und Aktionen als „Anti-Umweltminister“. Er weist jedoch jegliche Kritik zurück.

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