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Pantanal: Kaimankadaver sorgen Umweltschützer und Tourismus

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Immer häufiger werden wieder Kaimane im Pantanal von Wilderern getötet (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 13. Januar 2019
Uhrzeit: 12:59 Uhr
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Umweltschützer schlagen Alarm: auf dem Rio Paraguai im brasilianischen Pantanal treiben zahllose, aufgedunsene Kadaver von Kaimanen. Abgeschlachtet wurden sie von Wilderern, die es lediglich auf deren Fleisch abgesehen haben.

Wählerisch sind die Wilderer nicht. Sie erlegen Kaimane verschiedener Größen und unterschiedlichen Alters. In einem Video ist ein Kaiman zu sehen, dessen Alter von einem Veterinär auf 50 bis 60 Jahre geschätzt wird.

Da die Tiere verstümmelt sind, wird von illegalen Machenschaften und nicht von einem natürlichen Sterben der Reptilien ausgegangen. In der Regel fehlt den Kadavern der Schwanz, der anscheinend zur Fleischgewinnung abgeschnitten worden ist.

Vor allem in der Nähe der brasilianischen Stadt Corumbá treiben etliche Kaimankadaver auf dem Fluss Paraguai. Aber auch 200 Kilometer und weiter entfernt treiben tote Tiere auf dem Wasser.

Von den Umweltbehörden sind im vergangenen Jahr neun Personen mit erwildertem Kaimanfleisch erwischt worden. Die Jagd auf Kaimane und andere Wildtiere ist in Brasilien verboten. Ein Problem ist allerdings die Kontrolle. Von der Umweltpolizei Polícia Militar Ambiental wird eingeräumt, dass längst nicht alle Regionen des Pantanals ausreichend überwacht werden können.

Noch leiden die Kaimanbestände im größten Feuchtgebiet der Welt nicht sichtbar an den Folgen der Bejagung. Allerdings wird befürchtet, dass sich dies ändern könnte. Das wiederum könnte das sensible ökologische Gleichgewicht in Gefahr bringen. Auswirkungen werden auch auf den Tourismus gefürchtet, gilt das Pantanal doch als eins der besten Reiseziele für das Beobachten von Wildtieren. Aufgedunsene Kaimankadaver entlang der Flußufer passen da nicht ins Bild.

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