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Brasilien: Konflikte um Wasser nehmen zu

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Noch immer fehlt in manchen Regionen Brasiliens ein normaler Zugang zu Trinkwasser (Foto: Dietmar Lang / IAP Photo)
Datum: 25. März 2018
Uhrzeit: 10:31 Uhr
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In Brasilien nehmen die Konflikte um Wasser zu. Alle zwei Tage wird einer registriert. Im Jahr 2016 sind es 172 gewesen, wie aus einem Bericht der Landpastoral Brasiliens hervorgeht.

Seit 2002 zeichnet die Comissão Pastoral da Terra (CPT) alle Konflikte, die mit Wasser zusammenhängen auf. Seitdem vermeldet sie Jahr für Jahr eine steigende Zahl. Die Dokumente, Anzeigen und Berichte beinhalten den Entzug und Mangel von Trinkwasser, die Verschmutzung von Flüssen und ebenso Streitpunkte durch den Bau von Staudämmen für die Stromgewinnung.

Seit 2011 haben sich die Konflikte mehr als verdoppelt. Schuld sind nicht nur klimatische Veränderungen und stärkere Dürren. Laut UNO-Mitarbeiter Leo Heller spielt auch die der Agroindustrie freundlich gesinnte Politik eine Rolle. Um die Produktion von Soja, Zuckerrohr, Baumwolle, Mais und Früchten zu steigern wird bewässert. Während gigantische Monokulturen auf diese Weise selbst in Trockengebieten grünen, geht Kleinlandwirten und der Landbevölkerung das Wasser aus. Als Beispiel wird der Fluss Corrente in Bahia angeführt.

Zunehmend sind auch die Probleme bei der Mineralienausbeute. Bei einem Staudammbruch des Eisenerzunternehmens Samarco sind 2016 tausende Tonnen Abraumschlamm in den Rio Doce geflossen, über mehr als 600 Kilometer hinweg wurde alles Leben im Fluss zerstört, das Trinkwasser etlicher Städte verschmutzt, 19 Menschen wurden unter den Schlamm-Massen begraben.

Ähnliche Katastrophen wurden dieses Jahr bereits verzeichnet. Mitte März ist die Pipeline Minas-Rio der Anglo American Minério de Ferro Leck geschlagen. Das dort transportierte Eisenerz-Wassergemisch ist in einen anliegenden Fluss gelangt. Betroffen waren tausende Menschen, deren Trinkwasserversorgung unterbrochen wurde. Im Februar sind bei der norwegischen Hydro Alunorte Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Von den Absetzbecken des Aluminium produzierenden Unternehmens sind Abwässer direkt in die nahegelegenen Flüsse gelangt. Nachgewiesen wurde ebenso die illegale Einleitung von mit Schwermetallen belasteten Abwasser in einen Quellbereich im Amazonas-Regenwald.

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