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Brasilianische Forscher entdecken Morphine im Kaffee

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In Brasiliens Kaffee haben Wissenschaftler nun überraschend Opiate entdeckt (Foto: CIAT/CC)
Datum: 02. Februar 2015
Uhrzeit: 16:49 Uhr
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Kaffee hat es in sich. Er ist weit mehr als nur ein aufputschendes Getränk. Brasilianische Forscher haben in der Kaffeebohne Proteinfragmente entdeckt, die eine ähnliche Wirkung wie Morphium haben. Darüber hinaus soll der schmerzlindernde Effekt länger anhalten, als das bei Morphium der Fall ist.

Auf das Opium im Kaffee ist ein Doktorand der Universität Brasílias eher zufällig gestoßen. Am brasilianischen landwirtschaftlichen Forschungsinstitut Embrapa war Felipe Vinecky auf der Suche nach Genen im Kaffee, mit denen die Kulturpflanze verbessert werden könnte. An dem Projekt beteiligt ist ebenso das internationale Forschungszentrum CIRAD.

Als Vinecky und sein Projektbetreuer Carlos Bloch Gen-Sequenzen analysierten stellten sie fest, dass einige von ihnen Fragmente enthalten, deren Strukturen menschlichen endogenen Opioiden ähneln, die schmerzunterdrückend wirken. Sie bauten die Strukturen synthetisch nach und testeten diese an Mäusen. Bestätigt wurde dabei eine schmerzlindernde und streßhemmende Wirkung, die etwa vier Stunden länger anhalten soll als bei anderen Mitteln. Darüber hinaus konstatierten sie, dass bisher keine Nebenwirkungen festgestellt worden seien. Jetzt sollen weitere Tests durchgeführt werden, um die Aussagen wissenschaftlich zu untermauern. Für die sieben entdeckten “Opioide Peptide” des Kaffees sind jedoch bereits Patente beantragt worden.

Schon 2010 haben Forscher der Embrapa ein Gen im Kaffee entdeckt, dass eine Toleranz gegenüber Trockenheit aufweist. Es soll in anderen landwirtschaftlichen Kulturen wie Soja oder Zuckerrohr mit Hilfe der Gentechnologie eingesetzt werden, um diese widerstandsfähiger gegenüber einem trockeneren Klima zu machen.

Möglich wurden die Entdeckungen durch die Entschlüsselung des Kaffee-Genoms im Jahr 2004, an der die Forscher der brasilianischen Embrapa maßgeblich mitgewirkt haben. Von den über 200.000 Sequenzen des Genoms sind mittlerweile 30.000 identifziert.

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