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Pro Sekunde sterben 15 Tiere auf Brasiliens Straßen

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Datum: 21. August 2014
Uhrzeit: 11:28 Uhr
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Pro Sekunde sterben auf Brasiliens Straßen 15 Wildtiere. In dem riesigen Land werden damit täglich 1,3 Millionen Tiere überfahren. Um das zu ändern hat nun das brasilianische Zentrum für ökologische Studien an Straßen (CBEE) mit dem Institut Chico Mendes eine Partnerschaft geschlossen, um gemeinsam nach Lösungen für das Problem zu suchen.

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Die Mehrheit der Tiere, die von Autos, Lastwagen und Motorrädern überfahren werden sind kleine Wirbeltiere wie Frösche, Vögel und Schlangen. Pro Jahr sind es etwa 430 Millionen kleine Wirbeltiere. Weitere 43 Millionen gehören zu den mittelgroßen Tieren wie Opossum, Hasen und Affen. Zu Verkehrsopfern werden aber auch größere Tiere wie Jaguar, Wölfe und Capivaras, den größten Nagetieren der Welt. Von ihnen kommen etwa zwei Millionen jährlich auf den Straßen ums Leben.

Vor allem in verschiedenen Naturparks, Landschaftsschutzgebieten und anderen Schutzeinrichtungen Brasiliens gibt es entlang der Verkehrswege bereits ein Monitoring. Aber auch außerhalb der Schutzgebiete werden Daten gesammelt. Zur Mithilfe aufgerufen ist zudem die Bevölkerung, die mit per Smartphone und dem Projekt „Urubu“ überfahrene Tiere fotografieren und an eine Datenbank senden kann. Auch das CBEE registriert entlang der Straßen und Bahnlinien in einer Datenbank die Verkehrsopfer aus der Tierwelt.

Herausfinden wollen die Wissenschaftler damit, wo sich an den Straßen Tierwechselstellen befinden, um so Gegenmaßnahmen einzuleiten. Tunnels zur Unterquerung der Verkehrswege wurden an einigen Stellen bereits eingerichtet. Auch sie werden überwacht. Andere Wege werden im Nationalpark Iguaçu gegangen. Dort erhalten die Fahrzeuge am Eingang des Parkes ein Streichholzschachtel großes GPS-System. Dieses sendet verschiedene Daten wie unter anderem die Geschwindigkeit an die Parkzentrale. Das Gerät dient aber nicht nur zur Kontrolle, sondern soll die Fahrer sensibilisieren. Seit der Einführung des Systems im Juli sollen keine Tiere mehr überfahren worden seien.

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