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Salzverbrauch in Brasilien weiterhin deutlich zu hoch

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Datum: 14. August 2014
Uhrzeit: 10:01 Uhr
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Die Brasilianer verbrauchen mehr als doppelt so viel Salz, wie von der Weltgesundheitsbehörde empfohlen wird. In den vergangen Jahren konnte der Salzkonsum zwar reduziert werden. Angesichts des nach wie vor hohen Pro-Kopf-Verbrauchs sehen Experten jedoch keinen Grund zur Entwarnung. Im Gegenteil. Sie fordern weitere Abkommen mit der Nahrungsmittelindustrie, um den Salzgehalt in Fertignahrungsmitteln zu reduzieren.

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Mediziner warnen längst davor, dass Salz zu Bluthochdruck und Herzproblemen beitragen kann. Den meisten Brasilianern ist dies auch durchaus bewusst. Allerdings glauben sie, dass sie weniger Salz zu sich nehmen, als dies tatsächlich der Fall ist. Bei einer Umfrage gaben 48,6 Prozent ihren durchschnittlichen Salzkonsum mit „mittel“ an. Tatsächlich liegt der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch in Brasilien bei zwölf Gramm, während von der WHO maximal fünf Gramm Salz empfohlen werden.

Ähnlich wie in europäischen Ländern landen auch in Brasilien immer mehr industrialisierte Nahrungsmittel auf den Tischen. Sie sollen bereits etwa 28 Prozent der Lebensmittel ausmachen, die von den Brasilianern konsumiert werden. Spezialisten ordnen sie in 16 Kategorien ein, die zusammen wiederum für 90 Prozent des Salzgehaltes in industrialisierten Nahrungsmitteln verantwortlich sind.

Allerdings können die Experten auch einen kleinen Teilerfolg verzeichnen. In nur einem Jahr wurde der Salzverbrauch um 1.200 Tonnen reduziert. Möglich wurde dies mit freiwilligen Abkommen mit den Herstellern von verschiedenen Nahrungsmitteln wie Kastenbrot und Fertignudeln. Bis 2020 soll nach und nach in weiteren vier Kategorien von Lebensmitteln der Salzgehalt reduziert werden. Damit sollen weitere 28.000 Tonnen Speisesalz aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Gleichzeitig soll es mehr Informationen und über die Schulen erzieherische Maßnahmen geben. Immerhin stammen 70 Prozent aus dem heimischen Salzstreuer.

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