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Entdeckung neuer Arten im Amazonasgebiet reisst nicht ab

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Datum: 27. Februar 2014
Uhrzeit: 11:46 Uhr
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Jahr für Jahr werden in Brasilien neue Arten entdeckt. Allein das Museum Paraense Emílio Goeldi ist für die Katalogisierung von 169 neuen Tier- und Pflanzenarten verantwortlich, die von den Forschern in den vergangenen vier Jahren im Amazonasgebiet entdeckt wurden. Die Mehrheit der erstmals wissenschaftlich beschriebenen Arten stammt dabei mit 155 aus dem Tierreich.

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Der Großteil der neu erfassten Tierarten gehört zur Gruppe der Arachniden, den Spinnentieren. Sie schlagen mit 112 verschiedenen Arten zu Buche. Warum ausgerechnet so viele neue Spinnen erstmals beschrieben wurden, erklärt sich durch die Teilnahme an dem internationalen Projekt Planetary Biodiversity Inventory (PBI). Bei diesem arbeiten Wissenschaftler der verschiedensten Institutionen weltweit über eine Internetplattform zusammen. Ein Schwerpunkt sind dabei die Spinnenarten der Familie Oonopidae.

Neben den 112 Spinnenarten wurden ebenso vier verschiedene Fliegenarten erstmals katalogisiert. Bei den Fischen reicherten die Biologen und Wissenschaftler die Artenliste mit zwölf bisher unbekannten Arten an. Darüber hinaus beschrieben sie zehn weitere Amphibienarten, sechs Reptilien- und zehn Vogelarten. Sogar ein bisher nicht erfasstes Säugetier ging den Forschern ins Netz, ein kleiner Affe, der den wissenschaftlichen Namen Mico rondoni erhalten hat.

Im Pflanzenreich beschrieben die Biologen 13 bisher unbekannte Arten. Sie zählen allesamt zu den Bedecktsamern, den Angiospermen, zu denen auch die meisten Blütenpflanzen gehören. Dabei ist zudem eine neue Laubmoosart.

Die Wissenschaftler des Goeldi-Museums gehen davon aus, dass die “Neuentdeckung” weiterer Arten in den nächsten Jahren nicht abreißen wird. Im Gegenteil. Bei den Primaten sind sogar bereits einige Arten im Visier der Forscher. Allerdings sind noch eingehendere genetische Studien notwendig, um tatsächlich belegen zu können, dass es sich bei diesen um eigenständige Arten handelt. Darüber hinaus verweisen die Wissenschaftler auf die Eigenart des Amazonasgebietes, das durch etliche große und kleine Flüsse zerschnitten wird, wodurch die Entwicklung eigenständiger Arten begünstigt wird.

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