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Prominente Tierschützer fordern Ende der Käfighaltung von Schweinen

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Datum: 17. Oktober 2013
Uhrzeit: 19:08 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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In Brasilien haben prominente Tierschützer einmal mehr gegen die umstrittene Käfighaltung von Schweinen protestiert und ein Ende der „grausamen Aufzucht“ gefordert. Ziel der Aktion sind allerdings nicht die Züchter sondern der Großabnehmer McDonald’s. Das Model Ellen Jabour sowie die Schauspieler Eduardo Pires und Thaila Ayala unterstützen eine von der renommierten Tierschutzorganisation ARCA an die Schnellrestaurantkette gerichtete Petition. Darin fordert die international anerkannte Nichtregierungsorganisation den Hamburger-Laden auf, auch in ganz Lateinamerika zukünftig kein Schweinefleisch aus nicht artgerechter Haltung mehr zu kaufen.

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McDonald’s hatte im vergangenen Jahr auf Druck der US-Tierschutzorganisation „The Human Society“ angekündigt, in den Vereinigten Staaten bis 2022 keinerlei Schweinefleisch von Betrieben zu erwerben, welche Tiere in engen Aufzuchtkäfigen halten. Bereits seit Jahren steht dieses Verfahren massiv unter Kritik. Teilweise haben die eingepferchten Tiere nicht einmal Platz sich umzudrehen geschweige den herumzulaufen. Zahlreiche Tiere leiden dabei unter Infektionskrankheiten oder bekommen Lähmungserscheinungen an Füssen und Beinen.

Die Tierschützer weisen darauf hin, dass längst sicher sei, dass Schweine überaus intelligente Tiere sind. Die kognitiven Fähigkeiten der Specklieferanten liege über denen von Hunden und könnten durchaus mit denen von Affen oder Elefanten verglichen werden. Sie in einem Käfig in der Größe ihres Körpers einzusperren sei daher mehr als grausam. Eine artgerechte Haltung sei nur unwesentlich teurer. Die Käfighaltung ist bereits in der gesamten Europäischen Union, in Neuseeland und neun US-Bundesstaaten verboten.

Auch die McDonald’s sieht zumindest im Heimatland bei der Käfighaltung kein „nachhaltiges Verfahren“ mehr. Für die Umsetzung des im Februar 2012 publizierten neuen Ethikcodex hat sich der Konzern allerdings nur in den USA verpflichtet. Eine weltweite Ausweitung dieser Politik ist derzeit nicht in Sicht. Die nun mit prominenter Hilfe initiierte Kampagne soll dies jedoch ändern. Unter http://www.change.org/porcas will ARCA in den kommenden Tagen und Wochen mindestens 50.000 Unterschriften sammeln, die dann dem Nachhaltigkeitsdirektor von Arcos Dorados überreicht werden, dem Lizenznehmer von McDonald’s in Brasilien.

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