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Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit 23 Jahren

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Datum: 01. Dezember 2010
Uhrzeit: 17:12 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Die Abholzung im Amazonasgebiet in Brasilien hat sich auch im Jahr 2010 weiter verlangsamt und den niedrigsten Stand seit 23 Jahren erreicht. Allerdings wurden auch in diesem Jahr erneut eine Fläche von 6.451 km² zerstört, was weiterhin rund 900.000 Fußballfeldern entspricht.

Nach am Mittwoch (1.) veröffentlichten Daten ging die Zerstörung der „grünen Lunge“ im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent zurück. Es ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen durch das nationale Raumfahrtinstitut Inpe im Jahr 1988. Grundlage der Zahlen ist die Auswertung von Satellitenaufnahmen. Hierbei werden aller Flächen größer als 6,25 Hektar berücksichtigt, die Fehlermarge liegt bei 10 Prozent. Insgesamt 93 Aufnahmen, die 90 Prozent des Amazonasgebietes umfassen, wurden dafür herangezogen.

Erneut ist der Bundesstaat Pará mitg 3.710 km² Spitzenreiter bei der Zerstörung des unvergleichlichen Bioms. Am dem zweiten Platz folgt der Mato Grosso (828 km²) vor Maranhão (679 km²) und dem Amazonas (474 km²).

Die derzeitige Umweltministerin Izabella Teixeira bezeichnete die jüngsten Zahlen als „fantastisch“. „Es ist die geringste Abholzung in der Geschichte Amazoniens“ zeigte sich Teixeira bei der Präsentation der Studie begeistert.

Die Verlangsamung der Zerstörung des amazonischen Regenwaldes könnte jedoch nur vorübergehender Natur sein. Wie mehrere Studien renommierte Umweltorganisationen inzwischen prognostizieren, könnte sich die Abholzung in den kommenden Jahren wieder erhöhen. Verantwortlich dafür könnten geplante Änderungen wichtiger Umweltgesetze in Brasilien sein. Der „Código Florestal brasileiro“ soll modifiziert werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Amazonasregion flexibler gestalten zu können. Was für die Bewohner der abgelegenen Region Fortschritt und mehr Beschäftigung bedeutet, könnte sich jedoch sehr schnell negativ auf das wichtigste Ökosystem der Welt auswirken.

Foto: Divulgação/Ibama

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