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Mehr als 500 tote Pinguine an Brasiliens Küste entdeckt

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Datum: 20. Juli 2010
Uhrzeit: 14:54 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Die brasilianische Umweltbehörde IBAMA hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen mehr als 530 tote Pinguine an den Stränden des Landes entdeckt. Alleine am Küstenabschnitt im Bundesstaates São Paulo wurden in Peruíbe, Praia Grande und Itanhaém mehr als 300 tote Tiere angeschwemmt. Wenige Tage zuvor waren bereits in Florianópolis im Bundesstaat Santa Catarina achtzig tote Pinguine entdeckt worden.

Experten in Brasilien machen derzeit eine polare Meeresströmung mit extrem kalten Wasser für das Massensterben verantwortlich. Die Tiere hätten sich wochenlang in der nährstoffarmen Strömung aufgehalten und seien letztendlich verhungert, so eine Hypothese. Genauere Informationen werden jedoch erst nach einer umfassenden Untersuchung in einem Spezialinstitut in São Paulo erwartet. Auch Seevögel und andere Meeresbewohner verendeten aus bislang noch ungeklärter Ursache.

Die Tiere, darunter auch 28 Meeresschildkröten und fünf Delphine, seien jedoch kein Opfer von Umweltverschmutzung geworden. Letztmalig sorgte im Januar 2008 der Tod von über 2.000 Pinguinen an der brasilianischen Küste weltweit für Aufsehen. Die Tiere waren auf offener See mit einem Ölteppich in Kontakt geraten und qualvoll verendet.

Für diese Jahreszeit ist die Anwesenheit von Pinguinen an der Küste der Bundesstaaten Santa Catarina, Paraná, São Paulo und Rio de Janeiro keine Seltenheit. Die Tiere wandern von Südzipfel des Subkontinenten in Patagonien nach Norden auf der Suche nach Nahrung in wärmeren Gewässern. Vereinzelt wurden in den vergangenen Jahren sogar Exemplare in Höhe von Salvador da Bahia angetroffen.

Einige Tiere konnten von den Tierschützern in den vergangenen Tagen noch lebend gerettet werden. Extrem geschwächt wurden sie ins „Centro de Triagem de Animais Silvestres“ der IBAMA gebracht, wo sie untersucht, markiert und aufgepäppelt werden sollen. Am Ende sollen sie erneut in die Freiheit entlassen werden.

Foto: Divulgação/Policia Ambiental

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