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Google-Trends bietet Daten zur Grippe-Entwicklung in Brasilien

Datum: 08. Juni 2010
Uhrzeit: 22:35 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Der Suchmaschinenriese Google hat seinen Dienst „Grippe-Trends“ nun auch auf einige südamerikanische Länder ausgeweitet, darunter auch Brasilien. Über die Domain Google.org stellt das Unternehmen nun Daten über die Häufigkeit von Suchanfragen zum Thema Grippe bereit. Abgeglichen werden die gewonnenen Zahlen mit Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden. So können sich Internetnutzer nahezu in Echtzeit über die Entwicklung von Grippeerkrankungen im In- und Ausland informieren, ohne auf die oftmals veralteten oder nur verzögert publizierten Daten der Behörden angewiesen zu sein.

„Es ist deutlich ersichtlich, dass die Schätzungen auf Grundlage der Suchanfragen in Google zum Begriff Grippe starke Übereinstimmungen mit den traditionellen Indikatoren für die Häufigkeit von Grippeerkrankungen zeigen“ erklärt Google auf seiner Webseite die Logik hinter dem Angebot, welches als Experiment bereits 2008 in den USA an den Start ging. Nach Ausbruch der Schweinegrippe-Pandemie wurde es im vergangenen Jahr auf weitere Länder ausgeweitet, nun kamen Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay, Peru und Uruguay hinzu.

Natürlich ist den Verantwortlichen in Mountain View in Kalifornien klar, dass nicht jeder, der nach Grippe sucht, auch Grippe hat. Trotzdem sind sie davon überzeugt, dass die Zahlen der Grippe-Trends nahe der tatsächlichen Erkrankungsfälle liegen. „Google hat festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippefällen sein kann. Für die Google Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet“ lässt sich auf der Webseite nachlesen. Um dabei keine verfälschten Werte zu erhalten, werden gerade Suchbegriffe wie „Schweinegrippe“ nicht für die Schätzungen mit einbezogen. Laut Google suchen gerade bei den in den Medien stark verbreiteten Grippefällen die Nutzer lediglich Nachrichten zum Thema, wollen sich aber nicht aufgrund von akuten eigenen Symptomen über die Grippe- und Atemwegserkrankungen informieren.

Wo keine Daten der nationalen Gesundheitsbehörden vorliegen, muss Google jedoch schätzen. „In Argentinien haben wir diese Daten nicht und müssen daher experimentell arbeiten“ erläutert Roni Zeiger, Chefstratege bei „Google Flu Trends“. Die Daten sollen dann mit Näherungswerten kalkuliert und in glaubwürdige Grafiken umgewandelt werden. Auch für Brasilien weist die Seiten einen „experimentellen Status“ auf. Verschiedene Bundesstaaten sind überhaupt nicht in die Statistik integriert, in anderen Fällen wiederum liegen Zahlen ab dem Jahr 2004 vor. Eines zeigt jedoch deutlich. Die Werte für Suchanfragen liegen in diesem Jahr fast durchgängig unter den Vorjahreswerten. Damals hatte sich die Schweinegrippe (Grippe A/H1N1) auch in Brasilien massiv verbreitet und binnen weniger Wochen fast 1.000 Todesopfer gefordert.

“Google.org – Tendências da Gripe” ist neben vielen anderen Sprachen mittlerweile auch in brasilianischem Portugiesisch verfügbar. Weitere Informationen sowie die ausgewerteten Daten und Schätzungen findet man auf der Webseite http://www.google.org/flutrends.

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