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Ärztepfusch in Brasilien: 17-jähriger bekommt alle Zähne gezogen

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Datum: 20. Oktober 2009
Uhrzeit: 00:03 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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dentes-normalIn der brasilianischen Hauptstadt Brasília wurden in einem unglaublichen Fall von Ärztepfusch einem 17-jährigen Schüler anstelle von zwei Zähnen sämtliche 28 Zähne gezogen. Weder der Jugendliche noch seine Eltern hatten den behandelnden Arzt für diesen Eingriff autorisiert. Die zuständige Gesundheitsbehörde suspendierte inzwischen den Chirurg, der nun mit einem Untersuchungsverfahren und schlimmstenfalls mit dem Entzug der Zulassung rechnen muss.

César Oliveira Ferreira begab sich am 24. September ins Krankenhaus Hospital Regional da Asa Norte (HRAN) in der Hauptstadt, um sich dort zwei Zähne ziehen zu lassen. Doch als er aus der Narkose aufwachte musste er feststellen, dass ihm während der Operation sämtliche Zähne gezogen wurden. Seitdem verbringt der leicht lernbehinderte Junge die Zeit nur noch zu Hause, das Lachen fällt ihm vor Scham schwer, seine Schule besucht er nicht mehr. Die Mutter muss das Essen derzeit pürieren, die ganze Familie ist verzweifelt.

„Ich will meine Zähne nicht zurück bekommen. Ich will meine Zähne wieder haben. Ich kann nicht ohne meine Zähne bleiben“ erklärte der Sonderschüler in einem TV-Interview. Auch die Mutter ist fassungslos über den Ärztepfusch. „Ich sah meinen Sohn ohne jeglichen Zahn. Ich habe ihn dort mit allen Zähnchen im Mund abgeliefert. Es sollten zwei gezogen werden. Und ich bekam ihn zurück ohne einen einzigen. 28 Zähne“ klagt Maria Oliveira mit Tränen in den Augen und zeigt auf dem heimischen PC eine Röntgenaufnahme ihres Sohnes. Vater Alfredo Ferreira sieht die Situation etwas nüchterner. „Ich denke, dass ist eine Verstümmlung, die ohne Erklärung gegenüber den Eltern geschehen ist, ohne Genehmigung, welche die Eltern hätten erteilen müssen.“

Neben dem Odontologen, der die Operation durchführte, wurde seitens der Gesundheitsbehörden auch die Leiterin der zahnärztlichen Abteilung vom Dienst suspendiert. Es sei ein höchst bedauerlicher Vorfall, erklärte ein Mitarbeiter der Behörde gegenüber der Lokalpresse. Vorsichtshalber habe man sämtliche Beteiligten vom Dienst suspendiert und ein Untersuchungsverfahren eingeleitet, damit sich ein solcher Vorfall niemals wiederhole.

Welche Massnahmen nun für den Jungen ergriffen werden, ist bislang unklar. Eine Ethikkommission soll nun ebenfalls den Fall überprüfen. Mit Ergebnissen wird allerdings erst in vier bis sechs Monaten gerechnet.

Fotos: Privatarchiv / Rede Globo

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