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Wettergott „verhagelt“ erste Nacht der Paraden von São Paulo

Carnaval2014_Rosas-de-Ouro_280214_Foto_JoseCordeiro_0292

Datum: 01. März 2014
Uhrzeit: 14:15 Uhr
Ressorts: Carnaval
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Ein Jahr haben sie genäht, geschraubt, gesägt und geprobt, dann macht der Wettergott dem Treiben fast einen Strich durch die Rechnung. Als im Karneval von São Paulo am späten Freitagabend Ortszeit (28.) die erste Sambaschule der Spezialgruppe das Sambródromo do Anhembi betrat, öffnete der Himmel seine Schleusen. Ein wahrer Wolkenbruch ging auf die Paradestrecke nieder – und es sollte für Stunden weiterregnen. Sogar Hagel mischte sich zeitweilig unter die Regentropfen, die nicht nur die glatte Betondecke rutschig machten sondern auch die aus oftmals Stoff, Karton oder Holz bestehenden Kostüme noch einen Tick schwerer.

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Gleich sieben Schulen waren für die erste der beiden Nächte des Wettbewerbs angekündigt, und alle waren davon betroffen. Wer noch nicht auf der Paradestrecke war, kämpfte im Aufstellbereich mit dem Regen. Oder auf der Fahrt mit den tonnenschweren Allegorien durch die Stadt. Hier kam es sogar zu einem Unfall mit fünf Verletzten. Ansonsten konnten die Schulen den Zuschauern, die allerdings bei ganz starken Regengüssen zeitweilig von den Tribünen flüchteten und die Arena damit deutlich stimmungsmäßig abkühlten, auf gewohnte Weise luxuriöse, farbenfrohe und vor allem kreative Paraden bieten.

Am stärksten vom Umwetter, welches teilweise mit heftigen Winden einherging, waren die Schulen Leandro de Itaquera, Rosas de Ouro und Dragões da Real betroffen. König Momo bedauerte die klimatischen Verhältnisse: „der viele Regen lässt den Glanz der Paraden verblassen und die Teilnehmer sind vorsichtiger, da sie Angst haben auszurutschen und hinzufallen. Der Regen kann nur das Glücksgefühl nicht nehmen, für seine Schule hier mitzulaufen.“

Die bekanntermaßen leicht bekleideten Musen nahmen den Regen eher gelassen auf. „Wenn du Samba tanzt, macht das keinen Unterschied“ erklärte Simone Sampaio von der Sambaschule Dragões da Real. Und Vivi Brilho von Leandro de Itaquera ergänzt: „Ich habe einige Hagelkörner im Gesicht abbekommen, aber ich habe einfach mit einem Lächeln weitergetanzt.“ Unnötig zu erwähnen, dass sämtliche Sambaschulen die Paradestrecke in der vorgeschriebenen Zeit absolvierten konnten – die viele nackte Haut der Musen dürfte dabei zusätzlich motiviert haben.

In der kommenden Nacht stehen die Paraden von weiteren sieben Sambaschulen der Spezialgruppe im Sambródromo do Anhembi auf dem Programm. Das Ergebnis des alljährliche Wettbewerbs wird am Dienstag verkündet.

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