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Erste Samba-Paraden in São Paulo begeistern Zuschauer

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Datum: 05. März 2011
Uhrzeit: 21:06 Uhr
Ressorts: Carnaval
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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Mit einem Feuerwerk aus Farben und Rhythmen haben in der brasilianischen Millionenmetropole São Paulo am späten Freitagabend die diesjährigen Samba-Paraden begonnen. In der ersten von zwei Nächten präsentierten sich sieben Sambaschulen der Spezialgruppe dem Publikum im Sambódromo do Anhembi.

Bis nach 8 Uhr morgens tanzten und feierten Zehntausende den Auftritt ihrer Favoriten, die allerhand Kreativität und Luxus aufgeboten hatten, um den diesjährigen Titel zu gewinnen. Den Anfang der mit Spannung erwarteten Präsentationen machte kurz vor Mitternacht Ortszeit die Sambaschule Unidos do Peruche. Sie erinnerte an das 100-jährige Bestehen des Stadttheaters von São Paulo, hatte dabei jedoch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und kam erst mit Verspätung ins Ziel.

Besser lief es dagegen bei Tom Maior, die danach in die von Stararchitekt Oscar Niemeyer gestaltete Arena einmarschierte. Die Schule ehrte die Stadt São Bernardo do Campo, der dort wohnhafte und extra eingeladene ehemalige brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva nahm jedoch nicht an der Parade teil. Als dritte Schule präsentierte sich die Sambaschule Acadêmicos do Tucuruvi, die ihre Show den „Nordestinos“, den Einwohnern im Nordosten Brasiliens gewidmet hatte.

Bei der Sambaschule Rosas de Ouro standen Märchen und Glück im Mittelpunkt. Die Parade unter dem Motto „Sesam öffne dich“ wurde begeistert beklatscht, die Teilnehmer verteilten sogar Glückskekse unter das Publikum. Als fünfte Gruppe der ersten Nacht ehrte die Sambaschule Mancha Verde die Genies der Weltgeschichte. Albert Einstein war auf den gigantischen Allegoriewagen genauso präsent wie der brasilianische Flugpionier Santos Dumont oder Shakespeare.

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Mit Vai-Vai und dem Morgengrauen wurde der brasilianische Pianist João Carlos Martins geehrt, einem der besten Interpreten klassischer Werke des Komponisten Johann Sebastian Bachs. Martins musste zunächst aufgrund eines Nervenleidens in der rechten Hand das Klavierspielen aufgeben, kämpfte sich aber aufgrund der Liebe zum Spiel wieder auf die Weltbühne zurück. „Die Musik hat gewonnen“ lautete dann auch zurecht das Motto der Präsentation. Mit Pérola Negra und dem religiösen Thema „Abraham, der Patriarch des Glaubens“ fand die erste Nacht im tropischen Brasilien dann ihren Abschluss. Der Samba-Eredo der Schule erzählte von den Doktrinen des christlichen, jüdischen und islamischen Glaubens, die Begrüssungskommission zeigte Abraham und seine Familie.

In der Nacht zum Sonntag präsentieren sich noch weitere sieben Schulen dem Publikum und den kritischen Augen der Wertungsrichter. Wer den Carnaval do São Paulo in diesem Jahr gewinnt, wird allerdings erst am Dienstag bekannt gegeben.

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